Die Traumhafte Dualität Von Leszek Nowak

Es gibt so viel tolle Kunst die in Hannover entsteht. Wusstet ihr das schon? Ich habe mir gedacht, dass es bestimmt Künstler gibt, aber mich immer gewundert wieso ich nie etwas von ihnen sehe.

Deswegen habe ich mich mit der Leine Art Galerie zusammengesetzt und entschlossen, dass wir Hannovers Künstler finden wollen. Damit mehr Leute die Kunst entdecken können, welche direkt unter ihrer Nase entsteht.

Unser erster Künstler heißt Leszek Nowak und ich hoffe ich kann euch seine Kunst ein wenig schmackhaft machen.



“Jeder Mensch hat zwei Seiten, das war so und wird immer so bleiben.”


Das letzte was Herr Nowak zu uns sagte, sollte am stärksten in unserer Erinnerung bleiben. Es ist eine Aussage, welche in seinem kompletten Arbeitskatalog wiederzufinden ist. Dualität erschien uns auch in seinen Werken als ein Hauptthema.

Wir kamen Vormittags an einem regnerischen Tag an und Herr Nowak brachte uns zu seinem Arbeitsplatz. Ein kleiner Raum mit einem Sofa an einem Ende, ein großer hölzerner Tisch am Anderen und daneben eine Staffelei mit einer halbfertigen Zeichnung.

Gemälde und Zeichnungen waren überall zu sehen. Stapel von Kunst, die nur aus Jahrelanger Arbeit entstanden sein konnten, waren überall untergebracht.


Es muss eine wahre Tetrisarbeit gewesen sein, einen Platz für all diese Bilder zu finden und dennoch Raum zum laufen zu haben.

Wir machten es uns so gemütlich wie es ging und begannen uns mit Herr Nowak zu unterhalten.

Wir hatten eine ganze Menge an Fragen, aber haben uns die wichtigsten sieben ausgesucht.




Wie lange sind Sie schon als Künstler aktiv?


“Meine künstlerische Karriere begann nach meiner Ankunft in Deutschland, nachdem ich mich dem BBK Niedersachsen im Jahr 1990 angeschlossen habe.”


Welche Themen und Ausdrücke beschäftigen Sie am meisten in Ihrer Kunst?


“In einem Werkkomplex, der in den letzten Jahren entstanden ist, habe ich mich fast ausschließlich der Malerei verschrieben. Jedoch spielen auch Zeichnungen zunehmend eine wichtige Rolle in meinem Schaffen.

Ich verarbeite darin Gedanken, Empfindungen und Eindrücke, die mich intensive beschäftigen. Alpträume und Wut kommen in meinen Werken ebenso zum Ausdruck wie Hoffnung und Enttäuschung.

Ich wandere auf dem schmalen Grat zwischen abstrakter und figurativer Malerei, zwischen bewusster Gestaltung und unbewussten Reaktionen. Meine spontan wirkende Malweise schafft einen dynamischen Eindruck, der sich aus unterschiedlichen Bewegungsrythmen zusammensetzt. Bisweilen entstehen furchteinflößende Gestalten, dann wiederum zarte, zerbrechliche Wesen. Im Laufe der letzten Jahre entwickelte ich mir mein malerisches Universum, das sich aus vielfältigen Elementen und Formen bildet.


Von welchen Künstlern wurden sie am meisten inspiriert?


“Zum einen von Künstlern wie Hieronymus Bosch, der für seine unbegrenzte Fantasie bekannt war, und zum Anderen von Caspar David Friedrich, den ich für seine Romantik bewundere. Des Weiteren haben mich Albrecht Dürer für seine Fleißigkeit und Jacek Malczewski, ein polnischer Maler des Modernismus und Symbolismus, für seine Melancholie geprägt.”


Wenn Sie kein Künstler sein könnten, was würden sie tun?

“Wenn ich keine Künstler sein dürfte, wäre ich wohl Priester geworden, da es dort auch unbedingt Veränderungen bräuchte.”


Wie würden Sie ihre Erfahrungen als Künstler in Hannover mit anderen Städten vergleichen?


“In vielen deutschen Städten wird die Kunst vernachlässigt, so auch in Hannover. Wir brauchen viel mehr Bewegung im finanziellen Bereich, besonders zur Förderung junger Künstler.”


Was könnte Ihrer Meinung nach in Hannover im Umgang mit Kunst verbessert werden?


“Wir müssen unbedingt neue Vorbilder bzw. Möglichkeiten schaffen. Damit meine ich, dass neue Perspektiven geschaffen und frischer Wind in viele Bereiche der Kultur und somit auch der Kunst gebracht werden muss, denn die digitale Welt schläft nicht.”


Gibt es etwas das Sie unseren Lesern mitteilen möchten? Etwas das Ihrer Meinung nach wichtig wäre?


“Wir sollten uns viel mehr mit Kultur und ihren Problemen beschäftigen und den künstlerischen Nachwuchs fördern.

Lesern wünsche ich ein schönes und gesundes Jahr 2020.”




Die Dualität in Nowaks Kunstwerken lässt sich am besten beim Betrachten seiner zwei Hauptstile entdecken.

Einerseits gibt es farbenfrohe und lebhafte Gemälde wie “Ich träume nicht mehr II”


und andererseits gibt es seine Zeichnungen. Diese erscheinen dunkler und nahezu melancholisch. “Das schwarze Loch” ist ein gutes Beispiel für ein Bild dieser Art.




Beide erscheinen uns als Traumlandschaften. Vielleicht sogar aus dem selben Traum, aber aus unterschiedlichen Abschnitten. Ihre Unterschiede trennen sie nicht voneinander. Stattdessen scheinen sie miteinander verbunden, wie zwei Seiten derselben Medaille.

Diese Philosophie kann in Nowaks gesamten Arbeitskatalog wiedergefunden werden, weshalb ich euch nur empfehlen kann sie zu erkunden. Wir haben gerade einmal die Oberfläche der Kunstwerke angekratzt, die nur darauf warten von euch entdeckt zu werden.


Wir freuen uns auf all die neuen Träume die Nowak zukünftig visualisieren wird und wir hoffen ihr seid genauso gespannt.




"Was vom Leben bleibt"

https://www.leszek-nowak.de/


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